Absturz von MH17

Absturz von MH17

Über der Ukraine ist eine Passagiermaschine der Malaysian Airlines abgestürzt: 298 Menschen starben.

  • Der Flugschreiber aus dem Cockpit der abgestürzten Boeing von Malaysia Airlines ist nach Angaben des niederländischen Sicherheitsrates nicht manipuliert worden. Das habe eine gründliche Untersuchung des Stimmrekorders ergeben, teilte der Rat am Mittwochabend in Den Haag mit. «Der Cockpit Rekorder war beschädigt, aber die Speicher waren intakt.»
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  • Die Eltern von drei Kindern, die beim Absturz von MH17 ums Leben gekommen sind, haben die Tage seit der Tragödie als «schlimmer als die Hölle» bezeichnet.
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  • Anthony Maslin und Marite Norris verloren ihre Kinder Mo (12), Evie (10) und Otis (8), die nach einem Urlaub in Europa mit ihrem Großvater Nick Norris rechtzeitig zum Schulanfang zurück nach Australien fliegen wollten. Australische Medien veröffentlichten am Donnerstag einen offenen Brief der Familie, die in Perth lebt: «Unsere Kleinen sind nicht mehr bei uns - mit diesem Horror werden wir jeden Tag und jeden Moment für den Rest unseres Lebens leben müssen», hieß es darin. «Niemand verdient, so etwas durchzumachen wie wir, nicht mal die Leute, die unsere Familie abgeschossen haben [...] Kein Hass der Welt ist so stark wie die Liebe, die wir für unsere Kinder Mo, Evie und Otis empfinden, kein Hass der Welt ist so stark wie die Liebe, die wir für Opa Nick empfinden. Kein Hass der Welt ist so stark wie die Liebe, die wir füreinander empfinden. Diese Erkenntnis ist eine Quelle des Trostes.»
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  • Am heutigen Donnerstag sollen weitere Opfer des des verheerenden Flugzeugabsturzes in der Ostukraine in die Niederlande übergeführt werden. Transportflugzeuge sollen die Särge in Charkow abholen und gegen 16.00 Uhr in Eindhoven landen. Auch die Untersuchung der Flugschreiber in Großbritannien geht weiter.
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  • Unklarheit herrscht jedoch noch immer darüber, wie viele Opfer aus dem Trümmerfeld geholt wurden. Die bislang geborgenen Absturzopfer waren in einem Sonderzug aus dem Rebellengebiet nach Charkow gebracht worden, das von der Kiewer Regierung kontrolliert wird. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, sagte am Mittwoch, es fehlten noch die Leichen von rund 100 Insassen.
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  • Weitere Opfer sollen in die Niederlande überführt werden. Bild: Dan Himbrecht dpa

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  • In der Ostukraine dauerten unterdessen die Kämpfe an. Bei Sneschnoje kurz vor der russischen Grenze wurden zwei ukrainische Kampfjets vom Typ Suchoi SU-25 abgeschossen. Die Ukraine warf Russland vor, dass die Raketen von dort abgefeuert worden seien. Nach Rebellenangaben wurde ein Pilot tot gefunden. Bereits am Vortag habe die «Volkswehr» bei Lugansk zwei Suchoi-Flugzeuge abgeschossen, erklärte ein Sprecher. 
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  •  Das im umkämpften Osten der Ukraine abgestürzte Passagierflugzeug ist nach US-Angaben vermutlich aus Versehen von den prorussischen Separatisten abgeschossen worden. Wahrscheinlich habe eine »schlecht ausgebildete Besatzung» das eingesetzte Raketensystem nicht richtig beherrscht, sagte ein US-Geheimdienstbeamter.
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  • »Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass es ein Fehler war», sagte der hohe US-Geheimdienstvertreter. Die bisher gesammelten Beweise deuteten darauf hin, dass die prorussischen Separatisten für den Abschuss verantwortlich waren, doch bleibe offen, wer »den Abzug betätigte». US-Regierungsvertreter sagten, zwar sei die Verlegung schwerer Waffen aus Russland in den Osten der Ukraine beobachtet worden, doch gebe es keine Beweise, dass auch Buk-Raketensysteme über die Grenze gebracht wurden.

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  • Ein Kommandeur der Separatisten im Konfliktgebiet Ostukraine hat einen Bericht zurückgewiesen, nach dem die prorussischen Kräfte im Besitz des Flugabwehrsystems «Buk» gewesen seien. «Ich habe keine Kenntnis davon, dass die Aufständischen eine solche Waffe besitzen», sagte Alexander Chodakowski im Interview des Staatsfernsehsenders Russia Today am Donnerstag. Er bestätigte, dass er mit einem Journalisten eines westlichen Mediums verschiedene Möglichkeiten für den Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 durchgesprochen habe.
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  • Bei dem auf Video aufgezeichneten Gespräch habe es allerdings einen «roten Faden» gegeben mit der Aussage, dass er den «Buk»-Einsatz nicht bezeugen könne, betonte Chodakowski. Andere Separatistenführer teilten erneut mit, dass die prorussischen Kräfte kein solches Waffensystem genutzt hätten. Die Separatisten hatten sich bereits im Juni damit gebrüstet, ein ukrainisches «Buk»-System erbeutet zu haben. Allerdings erklärten sie nach dem Abschuss der Boeing 777-200 am vergangenen Donnerstag, dass die Anlage nicht funktionstüchtig gewesen sei. Das hatten auch Ermittler in Kiew bestätigt.
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  • Der Separatistenführer Chodakowski war in russischen Medien am Mittwoch mit Aussagen zitiert worden, wonach er selbst gehört habe, dass die Aufständischen eine «Buk» hätten. Demnach sei auch eine Provokation von ukrainischer Seite möglich gewesen - etwa die gezielte Lenkung der Maschine mit fast 300 Menschen an Bord in das Kriegsgebiet. Die Separatisten könnten die Boeing dann aus Versehen abgeschossen haben, weil sie Maschine für ein ukrainisches Militärflugzeug gehalten hätten, wurde Chodakowski zitiert.
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  • In einem anderen Gespräch hatte der Anführer Vorwürfe der Ukraine über eine mutmaßliche Ausrüstung der Separatisten mit einem russischen «Buk»-System kritisiert. Wenn die Ukraine davon ausgegangen sei, dass die Aufständischen mit solchen Waffen schössen, dann hätte der Luftraum für Passagiermaschinen geschlossen sein müssen, meinte der Kommandeur des Bataillons «Wostok» (Osten).
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  • Angesichts der Eskalation der Gewalt im Ukraine-Konflikt wachsen anscheinend auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Zweifel an Russland als WM-Gastgeber 2018. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagte der «Bild»-Zeitung (Donnerstag), man beobachte «mit sehr großer Sorge die politische Entwicklung in Russland, die bei der Vergabe der WM im Dezember 2010 so nicht absehbar war». In den vergangenen Tagen wurden erneut Forderungen nach einem Boykott der Weltmeisterschaft 2018 in Russland laut. Mehrere deutsche Politiker hatten eine Verlegung des Turniers nach Deutschland ins Gespräch gebracht.
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  • Eine Woche nach dem Absturz des malaysischen Passagierflugzeugs über der östlichen Ukraine hat Russland von den USA die Vorlage von Beweisen für einen Abschuss durch prorussische Separatisten verlangt.
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  • »Sie haben gesagt, dass der US-Geheimdienst technische Daten und Satellitenfotos hat, die zeigen, dass die Rakete aus dem Rebellengebiet abgeschossen wurde», sagte Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow am Donnerstag im Fernsehsender Rossija 24. »Die Frage ist, wo diese Daten sind», ergänzte er.
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  • Die Separatisten in der Ostukraine und die Regierung in Kiew werfen einander gegenseitig vor, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Nach Angaben aus US-Geheimdienstkreisen ist stark davon auszugehen, dass die Maschine mit einem Luftabwehrsystem vom Typ Buk aus Versehen abgeschossen wurde. Demnach sollen die Separatisten für den Abschuss verantwortlich sein.
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  • Der europäische Pilotenverband European Cockpit Association (ECA) schlägt nach dem Absturz Alarm. Der Vorfall habe »eine gewichtige Schwäche - wenn nicht ein Versagen - der internationalen Bedrohungs- und Risikobewertung in der zivilen Luftfahrt» aufgedeckt, erklärte der Verband am Donnerstag in Brüssel. Im Rückblick sei es »nicht akzeptabel», dass eine Passagiermaschine das Gebiet überhaupt überflogen habe, urteilte der ECA.
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  • Der Pilotenverband bemängelte, dass Fluggesellschaften unterschiedliche risikorelevante Informationen bekämen. Manche erhielten offenbar Informationen »von den mächtigsten nationalen Sicherheitsdiensten». Die Airlines anderer Staaten würden hingegen »einem größeren Risiko überlassen», hieß es in der Erklärung des Dachverbands, dem in Deutschland die Vereinigung Cockpit angehört. Der ECA verlangte, aus dem Unglück in der Ukraine Lehren zu ziehen. Es müsse unter anderem mit den Regierungen diskutiert werden, welche sicherheitsrelevanten Informationen Airlines untereinander weitergeben dürften, hieß es.
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  • Das Drama um den Absturz von Flug MH17 in der Ostukraine hat in den Niederlanden eine Debatte über die Ausweisung der Tochter von Russlands Präsident Wladimir Putin ausgelöst. Ukraine-Aktivisten und einige rechtsgerichtete Zeitungen verlangten, dass Maria Putina wegen der vermuteten Mitverantwortung ihres Vaters für den Tod der 298 Menschen in der Malaysia-Airlines-Maschine des Landes verwiesen wird. Der Großteil der Niederländer ist aber offenbar dagegen. Dabei wird auf Königin Maxima verwiesen, deren Vater während der argentinischen Militärdiktatur in der Regierung war.
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  • Zwei Militärmaschinen mit weiteren Opfern des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine sind in den Niederlanden gelandet. Eine niederländische Hercules-Maschine und ein australisches Frachtflugzeug landeten mit insgesamt 74 Särgen an Bord in Eindhoven. Nach einer kurzen Zeremonie und einer Schweigeminute wurden die Särge von Soldaten aus den Flugzeugen getragen. In 74 Leichenwagen sollten sie anschließend in einer langen Kolonne nach Hilversum bei Amsterdam gefahren werden. Dort sollen die Leichen identifiziert werden, auch mit der Hilfe deutscher Experten.
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  • Internationale Journalisten-Organisationen haben die prorussischen Separatisten der nicht anerkannten «Volksrepublik Donezk» zur Freilassung festgehaltener Reporter aufgerufen. Innerhalb der vergangenen Woche seien rund zehn Korrespondenten in der Region gefangen genommen worden, beklagte die Organisation Reporter ohne Grenzen am Donnerstag. Zumindest einige davon seien offenkundig noch nicht wieder auf freiem Fuß.
    «Die journalistische Berichterstattung über den Konflikt in der Ostukraine ist unerlässlich für die Öffentlichkeit, um Zugang zu Informationen zu bekommen», erklärte die Organisation. Sie beklagte, dass die Separatisten die Berichterstattung unter dem Deckmantel des angeblichen Schutzes für Journalisten zensierten.
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  • Zwei Jahre nach gewaltsamen Massenprotesten gegen Russlands Präsident Wladimir Putin ist der prominente Regierungsgegner Sergej Udalzow schuldig gesprochen worden. Das Stadtgericht in Moskau verkündete in dem umstrittenen Prozess zunächst kein Strafmaß, wie ein Justizsprecher am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge sagte. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Lagerhaft für Udalzow und den Mitangeklagten Leonid Raswosschajew gefordert. Beiden wird die
    Anstiftung zu Ausschreitungen auf dem Moskauer Bolotnaja-Platz am 6. Mai 2012 vorgeworfen, dem Tag vor Putins Einführung in seine dritte Amtszeit.
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  • Am Flughafen Eindhoven gedenken nach wie vor viele Niederländer der Toten des Flugzeugabsturzes.

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  • Im Konflikt mit Russland um die Ukraine hat die Europäische Union eine Ausweitung ihrer Sanktionen beschlossen. Weitere 15 Russen und Ukrainer sowie neun Unternehmen und neun Institutionen sollen auf die Sanktionsliste gesetzt werden, sagte ein EU-Diplomat am Donnerstag in Brüssel. Darauf einigten sich demnach die EU-Botschafter der 28 Mitgliedstaaten.
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  • Die Niederlande fordern eine internationale Polizeitruppe zum Schutz von Ermittlern an der Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine. Es gehe darum, Klarheit über die Ursache zu erlangen, die Täter zu verfolgen und zu bestrafen, erklärte die Regierung in Den Haag. Die Niederlande und Australien bereiten nach Medienberichten eine Resolution für den UN-Sicherheitsrat vor, um den Einsatz einer bewaffneten Einheit zu ermöglichen. Bei dem mutmaßlichen Abschuss von MH17 waren vor einer Woche 298 Menschen getötet worden, danach gab es weiter schwere Gefechte in der Region.
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  • Angesichts des Bruchs der Regierungskoalition in der Ukraine hat Ministerpräsident Arseni Jazenjuk seinen Rücktritt erklärt. Er ziehe die Konsequenzen aus der Auflösung der Regierungskoalition, erklärte Jazenjuk am Donnerstag im Parlament in Kiew. Zugleich kritisierte er den Bruch der Regierungskoalition, der inmitten einer schweren wirtschaftlichen Krise und ungeachtet der Kämpfe der Armee mit prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine erfolgt sei.
    Zuvor hatten mehrere Regierungsparteien ihren Rückzug verkündet, Parlamentspräsident Alexander Turtschinow verkündete offiziell den Bruch der Mehrparteienkoalition. Mit ihrem Rückzug wollten die Parteien den Weg für vorgezogene Parlamentswahlen ebnen. Diese werden von Präsident Petro Poroschenko gewünscht, er will sich damit auch im Parlament eine sichere Machtbasis schaffen.
    Poroschenko hatte die Präsidentschaftswahlen im Mai klar gewonnen. Damit der Staatschef das jetzige Parlament auflösen kann, müssen die Abgeordneten nach der nun vollzogenen Auflösung der bisherigen Regierungskoalition formal feststellen, dass auch keine neue Regierung gebildet werden kann. Danach kann der Präsident laut ukrainischer Verfassung mit einer Frist von zwei Monaten Neuwahlen ansetzen.
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  • Der Auswärtige Ausschuss des Bundestages hält mit Ausnahme der Linkspartei verschärfte Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise für möglich. Die Linksfraktion, die die Sitzung trotz der parlamentarischen Sommerpause beantragt hatte, sprach sich gegen solche Maßnahmen aus. «In den letzten Wochen haben sie auch nicht so viel gebracht. Wir verstehen nicht, warum man diesen Weg weitergehen soll», sagte Linke-Obmann Stefan Liebich vor der Sitzung. Der Fraktionsvize Wolfgang Gehrcke erklärte: «Ein Wirtschaftskrieg mit Russland nutzt weder der russischen noch der deutschen Bevölkerung.»
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  • Die Europäische Union wird in der Ukrainekrise ihre Sanktionsliste gegen Russen und prorussische Ukrainer erweitern. Die EU-Botschafter verständigten sich am Donnerstag in Brüssel darauf, Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen zusätzliche 15 Personen zu verhängen. Die Zahl der von diesen Maßnahmen Betroffenen erhöht sich damit auf 87, wie Diplomaten sagten. Erstmals wurden auch 18 Organisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste der EU gesetzt. Sie dürfen in der EU keine Geschäfte mehr machen.
    Über andere wichtige Verschärfungen der EU-Sanktionen soll erst später entschieden werden. Dabei geht es vor allem um einen erschwerten Zugang Russlands zu den Finanzmärkten, einen Lieferstopp für Hochtechnologiegüter für Erdölförderung und um ein Verbot von Waffenlieferungen an Moskau.
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  • Russland hat offenbar mit der Auslieferung von Kampfhubschraubern und Militärjets an den Irak begonnen. Die Helikopter vom Typ Mi-35 und die Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi-25 seien bereits auf dem Weg in das krisengeschüttelte Land, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Vertreter der russischen Waffenexport-Branche. Der irakische Verteidigungsminister Saadun al-Dulaimi beriet derweil in Moskau mit seinem russischen Kollegen Sergej Schoigu über eine Ausweitung der Militärkooperation.
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  • Der bisherige ukrainische Vize-Ministerpräsident Wladimir Groisman soll die Regierung übergangsweise führen. Das teilte Innenminister Arsen Awakow am Donnerstag in Kiew mit. Zuvor hatte Regierungschef Arseni Jazenjuk seinen Rücktritt erklärt. Groisman ist von ukrainischer Seite auch für die Ermittlungen nach dem Absturz der malaysischen Boeing zuständig.
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  • Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) setzt im Konflikt mit Russland weiterhin auf Diplomatie. Vielleicht gebe es in Deutschland den einen oder anderen, der die Bundeswehr einsetzen wolle, um Russlands Vorgehen im Zusammenhang mit der Ukraine zurückzuschlagen - er gehöre jedoch nicht dazu, sagte Steinmeier am Donnerstag dem Deutschlandfunk.
    Es gebe keinen Grund, die politisch-diplomatischen Instrumente als wirkungslos zu diskreditieren, argumentierte der Außenminister. Noch bevor die EU überhaupt Sanktionen verhängt habe, habe Russland bereits 100 Milliarden Dollar verloren. Wegen des unsicheren Umfelds gebe es weniger Investitionen aus dem Westen. Außerdem zögen Oligarchen ihr Kapital ab.
    Eine Neuvergabe der Fußball-WM, die 2018 in Russland stattfinden soll, lehnte Steinmeier ab. Schon die Debatte darüber nannte der Außenminister «an den Haaren herbeigezogen».
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  • Auch heute haben wieder viele Niederländer den Toten der Flugzeugkatastrophe die letzte Ehre erwiesen.

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  • In der Ostukraine gehen die malaysischen Ermittler am Absturzort der Boeing nach OSZE-Angaben von einem Raketentreffer als Ursache für die Katastrophe aus. Dafür sprächen stark durchlöcherte Wrackteile. Auch die Malaysier gingen davon aus, dass es Metallsplitter, Schrapnelle einer Rakete waren, sagte Michael Bociurkiw von der OSZE-Beobachtermission dem ZDF. Die USA und die ukrainische Regierung haben prorussische Aufständische in der Ostukraine beschuldigt, die Boeing 777 mit insgesamt 298 Menschen an Bord abgeschossen zu haben. Die Rebellen bestreiten dies.
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  • Die US-Regierung verfügt nach eigenen Angaben über Beweise dafür, dass Russlands Truppen von russischem Territorium aus ukrainische Armeestellungen mit Artillerie beschießen. Moskau plane zudem, weitere Raketenwerfer an die pro-russischen Separatisten im Osten der Ukraine zu liefern, sagte die stellvertretende Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, am Donnerstag in Washington. Sie berief sich auf »Geheimdienstinformationen». Aus dem US-Verteidigungsministerium verlautete, dass Russland seine Truppen an der Grenze zur Ukraine zuletzt verstärkt habe. In den vergangenen Wochen habe die russische Armee jede Woche ein neues Bataillon ins Grenzgebiet verlegt und die Truppenstärke so auf 15.000 Soldaten erhöht. Die ukrainische Regierung hat Moskau wiederholt unterstellt, die Rebellen im Osten militärisch zu unterstützen und deren Vorgehen zu koordinieren.
    Besondere Brisanz erhalten die Vorwürfe wegen der noch andauernden Untersuchung des Absturzes der malaysischen Passagiermaschine MH17 in der Ostukraine vor einer Woche. Moskau bestreitet bislang Waffenlieferungen an die Rebellen ebenso wie eine Verantwortung der Aufständischen für den mutmaßlichen Abschuss der Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord.
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  • Mehr als eine Woche nach dem Absturz des Malaysia-Airlines-Flugzeugs in der Ostukraine haben Ermittler nach australischen Medienberichten ein neues großes Wrackteil sowie weitere Leichen gefunden. Sie beriefen sich auf Sprecher der OSZE, die unter anderem australische Ermittler in das Absturzgebiet begleitet hatten. Der Fundort sei unweit der anderen Wrackteile. Die Ermittler seien zunächst nicht dafür ausgerüstet gewesen, die Leichen zu bergen. Bei dem Wrackteil handelt es sich demnach um ein Teil des Rumpfes, in dem Sitze und Fenster noch intakt waren.
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  • Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat der ukrainischen Führung vorgeworfen, beim Einsatz von Raketen in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet 16 Zivilisten getötet zu haben. Zwischen dem 12. und 21. Juli hätten Regierungstruppen und regierungsnahe Milizen im Raum Donezk mindestens viermal «Grad»-Raketen russischer Bauart eingesetzt, hieß es in einer am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Mitteilung. Solche zielungenauen Raketen in dicht besiedelten Gebieten abzuschießen verstoße gegen das Kriegsrecht und könnte als Kriegsverbrechen eingestuft werden. Human Rights Watch rief alle Parteien in dem Konflikt auf, künftig auf «Grad»-Raketen zu verzichten.
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  • In der Ukraine-Krise haben die USA neue Vorwürfe gegen Russland erhoben. Es gebe Anzeichen dafür, dass russische Militärs mit Artillerie von russischem Gebiet auf ukrainische Einheiten schössen, hieß es vom US-Außenministerium.
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  • Nach dem Rücktritt der Regierung in der Ukraine wird es Neuwahlen geben. Allerdings ist wegen der seit Monaten andauernden Kämpfe gegen prorussische Separatisten im Osten völlig ungewiss, ob die Wahl überall abgehalten werden kann.
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  • Nach dem Rücktritt des ukrainischen Regierungschefs Arseni Jazenjuk ist dessen bisheriger Stellvertreter Wladimir Groisman zum geschäftsführenden Ministerpräsidenten ernannt worden. Der 36 Jahre alte Politiker übernehme vorübergehend die Vollmachten des Kabinettschefs, teilte das Regierungsamt in Kiew am Freitag mit. Groisman gilt als Vertrauter von Präsident Petro Poroschenko. Der bisherige Regierungschef Jazenjuk hatte am Donnerstag nach nur fünf Monaten im Amt seinen Rücktritt erklärt. Grund war unter anderem der Bruch seiner Koalition. Die krisengeschüttelte Ukraine richtet sich nun auf Neuwahlen ein, als möglicher Termin gilt der 26. Oktober.
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  • Videos im Internet, die angeblich den Absturz des Malaysia-Airlines-Fluges MH17 zeigen, können Nutzer auf Seiten mit gefährlicher Schadsoftware leiten. Darauf weist die Polizei Niedersachen hin. Die Videos dienten dazu, die Zuschauer auf Internetseiten mit schädlichem Inhalt zu locken. Dort können den Angaben zufolge gefährliche Malware oder Abofallen lauern. Internetnutzer sollten Hinweise auf solche Videos in sozialen Netzwerken ignorieren, rät die Polizei.
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  • Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat den Rücktritt der Regierung abgelehnt und das Parlament aufgefordert, der Regierung das Vertrauen auszusprechen. Das Auseinanderbrechen der Koalition sei »kein Grund für den Rücktritt der Regierung», erklärte Poroschenko am Freitag in einem Schreiben an Parlamentspräsident Alexander Turtschinow. Er hoffe, dass sich die Gemüter beruhigten und der Verantwortungssinn obsiege, fügte Poroschenko hinzu. Dann könne »die ganze Regierung weiterarbeiten». Vorerst werden die Regierungsgeschäfte vom bisherigen Vize-Ministepräsidenten Wolodimir Groisman geführt.
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  • In den Niederlanden ist die Trauer indes groß.

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  • Die Niederlande schließen den Einsatz einer bewaffneten Militäreinheit an der Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine vorbehaltlich der Zustimmung der Konfliktparteien nicht aus. Darüber werde am Wochenende von seiner Regierung entschieden, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag im Parlament in Den Haag mit. Auch Australien will sich am Schutz für die internationalen Experten am Absturzort beteiligen.
    Nach Angaben von Rutte führen die Niederlande darüber zur Zeit Gespräche mit den Vereinten Nationen und der Ukraine. Ein Militär- oder Polizeieinsatz hänge ab von politischen Fragen, dem völkerrechtlichen Mandat und der Mitarbeit der Ukraine und Russlands, betonte Rutte. 
    «Die Risiken sind aber groß», sagte Rutte. Prorussische Rebellen könnten das als Provokation auffassen, warnte er. 
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  • Angesichts der Behinderungen der Bergungsarbeiten wollen Australien und die Niederlande eigene Sicherheitskräfte zum Absturzort der malaysischen Boeing im Osten der Ukraine schicken. Gut eine Woche nach der Katastrophe mit 298 Toten sprach der australische Premierminister Tony Abbott am Freitag von 190 Soldaten und Polizisten, die »zum Teil bewaffnet sein könnten». Die Niederlande bereiteten die Entsendung von 40 unbewaffneten Polizisten vor.

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  • Dass ihre einzige Tochter tot ist, umgekommen an Bord von MH17 über der Ukraine, das können und wollen Jerzy und Angela Dyczynski nicht glauben. Und so machte sich das Paar vom australischen Perth aus auf den Weg zum Absturzort tief in der Ostukraine, um nach ihr zu suchen. Fatima Dyczynski ist eines von vier deutschen Todesopfern von Flug MH17. Aber die Dyczynskis sehen das anders.
       »Wir glauben noch immer, dass sie lebt», zitierte die Zeitung »The Australian» am Freitag Fatimas Vater Jerzy, einen Arzt. »Deshalb fliegen wir nach Donezk und wir werden sie finden.» Während er mit den Journalisten sprach, stand er gerade am Flughafen in Amsterdam, mit wenig mehr als ein bisschen Hoffnung im Gepäck, dass er Recht behalten würde. Die Eltern wollten nach Donezk fliegen und von dort aus zum Absturzort fahren, allen Sicherheitswarnungen zum Trotz.

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  • Während Russen seit dem Ukraine-Konflikt mancherorts ausbleiben oder gar unerwünscht sind, sind sie in Baden-Baden nach wie vor gerne - und sie sind dort auch willkommen. «Baden-Baden und Russland verbindet seit dem 19. Jahrhundert eine lange Geschichte», betonte Tourismus-Chefin Brigitte Goertz-Meissner. «Seit über 15 Jahren freuen wir uns über eine wachsende Zahl an Gästen aus Russland, die speziell zu medizinischen Behandlungen, Kuren und Erholung zu uns kommen.» Zwar seien in den ersten fünf Monaten des Jahres etwas weniger gekommen als im Vorjahreszeitraum. Dies sei aber «nicht unbedingt auf die Krise zurückzuführen», meinte Goertz-Meissner.
    Immobilienmakler Peter Bereit spürt hingegen nach eigenen Angaben die Auswirkungen des Konfliktes: Im Juni und Juni habe er «fast 50 Prozent» weniger russische Klienten und Verträge gehabt.
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  • An der Absturzstelle der malaysischen Boeing 777-200 in der Ostukraine liegen nach Angaben des ZDF mehrere große Wrackteile. Ein zuletzt gefundenes Teil des Rumpfes in einem Wald sei fünf bis sechs Meter lang, berichtete ein ZDF-Korrespondent vor Ort am Freitag telefonisch der dpa. «Man sieht Sitze, man sieht Gurte runterbaumeln, Gepäckaufhängungen.» Beobachter der OSZE sowie Vertreter Australiens und Malaysias hatten erst am Vortag das Teil entdeckt, in dem sich nach Berichten auch noch Leichen befanden. Diese seien offenbar seitdem geborgen worden, sagte der Augenzeuge. In umliegenden Feldern lägen immer noch Koffer und andere Habseligkeiten der 298 Menschen an Bord.
    Weitere zusammenhängende Teile stammten von Leitwerk und Höhenruder. Die Außenhaut der Rumpfteile weise Löcher von drei bis fünf Zentimeter Durchmesser auf, die von außen nach innen gehen, berichtete der Korrespondent. «Das ist von Experten für Schrapnell gehalten worden.» Die Boeing der Malaysia Airlines auf Flug MH17 ist mutmaßlich von einer Boden-Luft-Flugabwehrrakete abgeschossen worden. Diese Waffen zerstören ihr Ziel mit Schrapnell, also kleinen Metallteilen.
    Mittlerweile dürften die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie Vertreter Australiens und Malaysias weitgehend ungehindert die Absturzstelle begutachten, sagte der Journalist. Die Beobachter würden von den prorussischen Separatisten, die das Gebiet kontrollieren, nur noch begleitet. In den ersten Tagen nach dem Absturz hatten die Bewaffneten die ausländischen Experten massiv an der Arbeit gehindert.
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  • Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Absturz des Fluges MH17 in der Ostukraine hat die niederländische Polizei dazu aufgerufen, Fotos und Videos zu übergeben. Aufnahmen der Absturzstelle «direkt vor, während und nach der Katastrophe» könnten zur Rekonstruierung der Ereignisse beitragen, teilte die Polizei am Freitag in Den Haag mit. Der Aufruf richtet sich vor allem an Menschen in dem Absturzgebiet und wurde auch auf russisch, ukrainisch und englisch veröffentlicht.
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  • Auch nach dem Rücktritt des ukrainischen Regierungschefs Arseni Jazenjuk kämpft das Militär im Osten des Landes bei der «Anti-Terror-Operation» unvermindert gegen prorussische Separatisten. Die Veränderungen im Machtapparat und das Ende der Regierungskoalition im Parlament hätten keinen Einfluss auf den Militäreinsatz, sagte der Sprecher des nationalen Sicherheitsrates, Andrej Lyssenko, am Freitag in Kiew. Es gebe Reserven für den Kampf. «Die ukrainischen Soldaten setzen die Ressourcen, die ihnen die Regierung gibt, vernünftig ein», betonte Lyssenko.
    In seiner Rücktrittsrede hatte Jazenjuk auch den Zustand der Armee als beklagenswert kritisiert. Überall fehle es der klammen Ex-Sowjetrepublik an Geld. Es gebe «nichts, um Waffen zu kaufen; nichts, um den Panzerwagen zu betanken», hatte er am Vortag gesagt.
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  • Die deutsch-russische Auslandshandelskammer hat ein schnelles Ende des Konflikts in der Ukraine gefordert. In einer persönlichen Erklärung zeigte sich der Präsident der Handelskammer, Rainer Seele, am Freitag aber weiter skeptisch, dass dieses Ziel mit Sanktionen erreicht werden könne. «Wir respektieren jedoch das Primat der Politik und werden bei einer entsprechenden Entscheidung diese Maßnahmen mit tragen.» Zugleich erwarte die Wirtschaft konkrete Vorschläge zur Beendigung der Maßnahmen, sollte die russische Seite umfassend kooperieren. Zur Beilegung des Konflikts bedürfe es der Bereitschaft aller Seiten.
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  • Seeleute der russischen Schwarzmeerflotte bereiten sich auf die Feiern zum Marinetag auf der Krim vor. Russland will seine Flotte in dem annektierten Bereich ausbauen. Foto: Max Vetrov/afp

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  • Im Beisein von Angehörigen sind am Freitag zwei weitere Militärmaschinen mit Opfern des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine im niederländischen Eindhoven gelandet. Es ist der dritte Transport in Folge aus dem ukrainischen Charkow. Eine australische und eine niederländische Militärmaschine brachten 75 Särge aus dem ukrainischen Charkow in die Niederlande. An der kurzen Zeremonie am Flughafen nahmen auch mehrere niederländische Minister und Vertreter anderer Herkunftsstaaten der Opfer teil.
    Insgesamt sind nun 189 Särge mit menschlichen Überresten des abgestürzten Fluges MH17 in den Niederlanden. Für diesen Samstag wurde ein weiterer Transport von 38 Särgen angekündigt. Um wie viele Opfer es dabei geht, ist nicht ganz klar. Erst beim Öffnen der Leichensäcke können das die forensischen Experten feststellen.
    Nach einer Schweigeminute trugen Soldaten die Särge aus den Militärmaschinen. In einer langen Kolonne sollten die 75 Leichenwagen die sterblichen Überreste nach Hilversum bei Amsterdam fahren. Dort sollen alle 298 Opfer des Absturzes identifiziert werden. Die meisten Opfer waren Niederländer.
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  • In Eindhoven in den Niederlanden sind weitere Militärmaschinen mit den sterblichen Überresten der Flugzeug-Opfer gelandet. Foto: Marcel Van Hoorn/epa

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