Bundestagswahl 2017

Bundestagswahl 2017

Der Liveticker nach der Bundestagswahl 2017. Hier bekommen Sie alle News, Reaktionen und Ergebnisse.

  • Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zur Bundestagswahl! Hier finden Sie in den kommenden Stunden alle relavanten Informationen: aktuelle News, Hochrechnungen, Reaktionen und Endergebnisse. Wir berichten überregional, regional und lokal. Das Ergebnis aus Günzburg werden Sie hier genauso lesen wie die Reaktionen von den Wahlveranstaltungen in Berlin.
  • Mit 42 Parteien stehen so viele Parteien wie noch nie seit der Wiedervereinigung zur Wahl. Dabei treten 34 Parteien mit Landeslisten an, acht nur mit Kreiswahlvorschlägen. Bei der Union besteht wie immer die Besonderheit, dass die CDU in allen Bundesländern außer in Bayern antritt und die CSU dafür nur im Freistaat. Chancen auf einen Einzug in den Bundestag haben laut Umfragen die Unionsparteien, SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD.
  • Zur Wahl aufgerufen sind in diesem Jahr rund 61,5 Millionen Bürger. Das sind etwa 400.000 Menschen weniger als vor vier Jahren. Unter den Wahlberechtigten sind 29,8 Millionen Männer und 31,7 Millionen Frauen. Drei Millionen junge Menschen dürfen das erste Mal ihr Kreuz machen.
      
    Die meisten Wahlberechtigten kommen mit 13,1 Millionen aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern mit 9,5 Millionen und Baden-Württemberg mit 7,8 Millionen. Die geringsten Zahlen weisen Bremen mit einer halben Million und das Saarland mit 800.000 Wahlberechtigten auf.
  • Die Umfragen der vergangenen Wochen zeigen ein klares Bild: Die Union um Kanzlerin Angela Merkel liegt weit vorn, Herausforderer Martin Schulz und die SPD tun sich schwer. Und dann ist da auch noch die AfD, die sich ein enges Rennen mit FDP und Grünen liefert und ein zweistelliges Ergebnis holen könnte.
  • Unser Chefredakteur Walter Roller schätzt die Chancen der Parteien bei der Wahl ein. Merkel sei die Kanzlerschaft kaum mehr zu nehmen, sagt Roller. Und eine starke AfD im Bundestag "wäre eine Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik". Das ganze Video-Interview:
     
  • Heute ist es so weit: Die Wahllokale sind von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Unmittelbar danach werden Prognosen für das voraussichtliche Ergebnis veröffentlicht, wenig später erste Hochrechnungen. Mit Spannung wird vor allem auf das Abschneiden der AfD geblickt, die erstmals in das Parlament einziehen dürfte.

  • Letzte Umfragen sehen die Union zwischen 34 und 36 Prozent. Die SPD steht bei 21 bis 22 Prozent. Die AfD käme auf 11 bis 13 Prozent, die Linke auf 9,5 bis 11, die FDP auf 9 bis 9,5 Prozent. Die Grünen stehen bei 7 bis 8 Prozent.

     

    Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die Union 41,5 Prozent bekommen, die SPD 25,7 Prozent, die Linke kam auf 8,6. Die Grünen erreichten 8,4 Prozent. FDP (4,8) und AfD (4,7) scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.

  • Die Bundestagswahl hat begonnen: In den 299 Wahlkreisen öffneten am Sonntagmorgen um 8 Uhr die Wahllokale. Rund 61,5 Millionen Deutsche sind bis 18.00 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen.
     
    Aus Bayern können rund 9,5 Millionen Menschen ihre Stimmen abgeben. Damit kommen etwa 15 Prozent aller Wahlberechtigten (61,5 Millionen) aus Bayern, das hinter Nordrhein-Westfalen bundesweit den zweiten Rang einnimmt. 

    Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Die Zweitstimme ist die Entscheidende - sie allein bestimmt über die neue Sitzverteilung im Bundestag. Mit der Erststimme wird in jedem Wahlkreis ein Direktkandidat gewählt.  
     
  • Stimmen, Uhrzeiten, Ergebnisse - Was Sie zur Wahl wissen müssen

    Wie war das gleich wieder mit Erst- und Zweitstimme? Und warum steht die CSU ganz oben auf dem Zettel? Fragen und Antworten zur Bundestagswahl 2017.
  • Der nächste Bundestag wird Berechnungen zufolge so groß werden wie nie zuvor. Nach Schätzungen des Friedrichshafener Politologen Joachim Behnke dürften im künftigen Parlament zwischen 680 und 700 Abgeordnete Platz nehmen. "Keine andere Demokratie der Welt hätte dann so viele Sitze im Parlament", sagte Behnke. Der bislang größte Bundestag hatte 672 Sitze. Das war nach der Wahl 1994.
  • Sie hatten keine andere Wahl als den Notruf: Weil sich ein Wahllokal in Augsburg nicht öffnen ließ, ist am Sonntag die Feuerwehr angerückt. Als die Wahlhelfer am Sonntagmorgen den Raum in einer kirchlichen Einrichtung aufschließen wollten, gab es ein technisches Problem. "Der Transponder für das elektronische Schloss an der Tür hat nicht funktioniert", teilte ein Sprecher der Stadt Augsburg mit.
     
    Die alarmierte Feuerwehr habe die Eingangstür aus- und unbeschädigt wieder eingehängt. Die Wahl konnte um 08.00 Uhr ordnungsgemäß beginnen. "Mit einem altmodischen Schlüssel wäre das nicht passiert", sagte der Sprecher. 
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief die Deutschen auf, sich in jedem Fall an der Abstimmung zu beteiligen. "Wahlrecht ist Bürgerrecht. Für mich ist es in einer Demokratie vornehmste Bürgerpflicht. Gehen Sie zur Wahl!", schrieb das Staatsoberhaupt in der Bild am Sonntag.
     
    "Wer nicht wählt, lässt nur andere über die Zukunft unseres Landes entscheiden", warnte Steinmeier. Es sei vielleicht noch nie so spürbar wie jetzt gewesen, dass es in Wahlen "auch um die Zukunft der Demokratie und die Zukunft Europas" gehe. 

    Bundeswahlleiter Dieter Sarreither schloss sich dem Aufruf an. Mit ihrer Stimmabgabe könnten die Menschen "Einfluss auf künftige politische Entscheidungen in Deutschland nehmen".
  • Bundestagswahl 2017: Hochrechnungen und Ergebnisse im TV

    Welche Wahlsendungen laufen heute Abend eigentlich im TV? Wir haben hier eine Übersicht für Sie.
  • Bei der Bundestagswahl zeichnet sich in den größeren Städten in Bayern ein stärkeres Interesse ab als 2013. In München lag die Beteiligung in den Wahllokalen bis 10.00 Uhr zwar bei 4,6 Prozent, vor vier Jahren waren es laut einer Stichprobe bis dahin 6,0 Prozent. Doch ist der Anteil der Briefwähler in München diesmal besonders groß. Dort wählten einschließlich Briefwahl bis 10.00 Uhr 40,2 Prozent der Wahlberechtigten. 2013 waren es noch 37,4 Prozent.   

    In Nürnberg zeichnete sich ein stärkerer Andrang als 2013 ab. Bis 10.00 Uhr lockte die Bundeswahltagswahl laut einer Stichprobe 12,3 Prozent der Wahlberechtigten in die Wahllokale, vor vier Jahren waren es 11,4 Prozent, wie eine Sprecherin des Wahlamtsamts mitteilte.
     
    Auch aus Würzburg wurde eine höhere Beteiligung gemeldet: Dort wählten bis 10.00 Uhr laut einer Stichprobe 6,8 Prozent der Wahlberechtigten, vor vier Jahren waren es 5,7 Prozent.
     
    Bundesweite Zahlen zur Wahlbeteiligung sollen gegen 15.30 Uhr veröffentlicht werden.
  • Wann gibt es eine erste Hochrechnung und das Ergebnis?

    Ab wann gibt es heute eigentlich Hochrechnungen und Ergebnisse? Das beantworten wir in diesem Artikel.
  • SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat am Sonntagmorgen seine Stimme abgegeben. "Das ist die entscheidende Stimme", sagte er nach Angaben eines AFP-Reporters, als er in einem Wahllokal seiner Heimatstadt Würselen die Wahl-Unterlagen in die Urne warf.
     
    Begleitet wurde Schulz von seiner Ehefrau Inge. Der Kanzlerkandidat erschien im dunklen Anzug mit weißem Hemd und roter Krawatte, der Farbe der SPD. Für die Fotografen musste Schulz vor der Urne posieren. "Ich wähle auch zweimal", scherzte er. 
  • Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gaben bis zum Mittag um 12 Uhr rund 40 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter auf Grundlage einer stichprobenartigen Umfrage mitteilte. In Nordrhein-Westfalen sind 13,1 Millionen Bürger wahlberechtigt - das ist fast jeder fünfte in Deutschland.
     
    In Berlin, wo die rund zweieinhalb Millionen Wahlberechtigten am Sonntag auch zur Abstimmung über die Zukunft des Flughafens Tegel aufgerufen sind, machten bis Mittag 27,2 Prozent dieser Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Beteiligung lag damit um 0,1 Prozent höher als vor vier Jahren, wie die Landeswahlleiterin mitteilte.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zusammen mit ihrem Mann Joachim Sauer zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl gegangen. In einem orangeroten Blazer und mit silberner Halskette gab Merkel unter großer Medienbeteiligung am Sonntagmittag im Wahllokal der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte ihre Stimme ab - und schwieg. Sie gab kein Statement ab, sondern sprach nach dem Urnengang nur kurz mit den Wahlhelfern. 
     
    Foto: Michael Kappeler, dpa
     
  • Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl am Sonntag ist bis zur Mittagszeit nahezu identisch gewesen wie bei der jüngsten Wahl vor vier Jahren. Bis 14 Uhr hatten 41,1 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben, wie der Bundeswahlleiter am Sonntagnachmittag in Wiesbaden mitteilte. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 41,4 Prozent gelegen. 

    Der Zwischenstand wird auf Grundlage der Wahlbeteiligung in ausgewählten Wahllokalen ermittelt. Allerdings sind in den Berechnungen nicht die Stimmen der Briefwähler enthalten. Experten erwarten in diesem Jahr einen Rekord an Briefwahlstimmen. Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung am Ende bei 71,5 Prozent. Angesichts einer stärkeren Politisierung in diesem Jahr und der teils aufgeheizten Debatte um die AfD hatten Demoskopen aber einen leichten Zuwachs erwartet. 
     
    In Bayern hingegen zeichnet sich eine deutlich höhere Beteiligung ab. In den meisten größeren Städten im Freistaat berichteten Wahlämter am Nachmittag von teils weitaus mehr Urnengängern als vor vier Jahren - damals hatten am Ende so wenige abgestimmt wie nie zuvor. Zugleich haben heuer viele ihr Kreuz schon vorher gemacht: Es gab ein deutliches Plus bei den Briefwählern. 
     
    Besonders groß war das Interesse in München. Bis 16 Uhr gaben in der Landeshauptstadt einschließlich Briefwahl 79,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab - vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkte erst 63,2 Prozent. Ein Sprecher des Münchner Kreisverwaltungsreferats zeigte sich am frühen Nachmittag erfreut. "Es gehen sehr viele Menschen an die Wahlurnen", sagte er. 

    Auch aus Nürnberg meldete das Wahlamt ein relativ hohe Beteiligung: Bis 14.00 Uhr wählten inklusive Briefwahl 47,7 Prozent der Wähler - 2013 waren es 41,9 Prozent. In Augsburg machten bis 16 Uhr 58,1 Prozent der Wähler im Wahllokal ihr Kreuz, vor vier Jahren waren es zur gleichen Zeit 46,9 Prozent, wie das Wahlamt mitteilte. Größer als 2013 war das Interesse auch in Regensburg. Dort gaben bis 16 Uhr inklusive Briefwahl 70,3 Prozent der Wähler ihre Stimme ab - vor vier Jahren waren es 59,6 Prozent.

     
     
  • Gegen 18 Uhr werden heute die ersten Prognosen erwartet, gegen 18.15 Uhr die ersten Hochrechnungen. Was der Unterschied ist: 

    Prognose: Wenn die Wahllokale schließen, wird ein erster Trend mit der Prognose verbreitet. Sie basiert auf einer Umfrage, in der Wähler in repräsentativ ausgewählten Stimmbezirken kurz nach ihrem Besuch im Wahllokal ihr Kreuz ein zweites Mal machen. 
     
    Hochrechnung: Kurz nach Schließung der Wahllokale berücksichtigen sie ausschließlich Wahlergebnisse. Die Meinungsforscher rechnen dafür erste ausgezählte Teilmengen auf die Wähler insgesamt hoch. 

    Erst wenn der letzte Wahlbezirk ausgezählt ist, stellt der jeweils zuständige Wahlleiter am Wahlabend ein vorläufiges amtliches Ergebnis fest. Das endgültige amtliche Ergebnis kommt Tage oder Wochen später. 
  • Im Augsburger Rathaus wird auf das Ergebnis gewartet. SPD-Direktkandidatin Ulrike Bahr ist bereits da.

  • Erste Prognose: Union gewinnt Wahl - AfD dritte Kraft - SPD stürzt ab

     
    Die Union mit Kanzlerin Angela Merkel hat die Bundestagswahl am Sonntag trotz deutlicher Verluste klar gewonnen. Die SPD stürzt nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr auf ein historisches Tief ab. Die AfD zieht mit einem klar zweistelligen Ergebnis als drittstärkste Kraft ins Parlament ein, gefolgt von FDP, Grünen und Linken.   

    CDU/CSU lagen nach den Prognosen bei 32,5 bis 33,5 Prozent (2013: 41,5), die SPD bei 20 bis 21 Prozent (25,7). Die AfD kam auf 13 bis 13,5 Prozent (4,7), die FDP auf 10 bis 10,5 (4,8), die Linke auf 9 Prozent (8,6) und die Grünen auf 9 bis 9,5 Prozent (8,4).
     
    Die Union würde nach den Prognosen 216 bis 221 Sitze im neuen Bundestag bekommen. Die SPD erhält demnach 133 bis 139 Mandate. Die AfD liegt bei 86 bis 89 Mandaten, die FDP bei 66 bis 70. Die Linkspartei würde 60 Sitze bekommen, die Grünen 59 bis 63. 
  • Prognose: CSU stürzt auf 38,5 Prozent ab
     
    Die CSU hat bei der Bundestagswahl nach einer Prognose des Bayerischen Fernsehens ein Fiasko erlebt: Die Christsozialen von Parteichef Horst Seehofer stürzten demnach auf 38,5 Prozent ab - nach 49,3 Prozent vor vier Jahren. 

    Die SPD kam in Bayern laut BR auf 15 Prozent (2013: 20,0). Auf dem dritten Platz landete demnach die AfD mit 12,5 Prozent (2013: 4,3). Die Grünen erreichten 10,5 Prozent (2013: 8,4), die FDP 10 Prozent (2013: 5,1) und die Linke 6,5 Prozent (2013: 3,8). 
     
    Für die CSU und Seehofer persönlich ist dies ein sehr schlechtes Signal, da in einem Jahr ein neuer Landtag gewählt wird. Dort droht der CSU wieder, wie 2008, der Verlust der absoluten Mehrheit. 
  • Die SPD will nach der historischen Wahlpleite vom Sonntag in die Opposition gehen. "Wir werden den Oppositionsauftrag der Wähler annehmen", sagte Parteivize Manuela Schwesig am Sonntagabend. Auch Fraktionschef Thomas Oppermann sagte: "Der Platz der SPD ist in der Opposition."
     
    Foto: Christian Charisius, dpa
     
  • Die Augsburger SPD-Direktkandidatin Ulrike Bahr spricht angesichts des prognostizierten Bundesergebnisses ihrer Partei von einem "absolut enttäuschten und schlechten Ergebnis". Man müsse untersuchen, warum die SPD die Wähler nicht erreicht habe. Zum Abschneiden der AfD äußerte sie sich schockiert: "Unsere Demokratie wird eine andere sein."
  • Erste Hochrechnung: Union liegt vorn - SPD-Desaster - AfD dritte Kraft

    Die Union mit Kanzlerin Angela Merkel hat die Bundestagswahl am Sonntag trotz deutlicher Verluste gewonnen. Die SPD stürzt nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF von 18.12 Uhr auf ein historisches Tief ab. Die AfD zieht mit einem klar zweistelligen Ergebnis als dritte Kraft ins Parlament ein, gefolgt von FDP, Grünen und Linken.  
     
    CDU/CSU lagen nach den Hochrechnungen bei 32,7 bis 33,3 Prozent (2013: 41,5), die SPD bei 20,2 bis 20,8 Prozent (25,7). Die AfD kam auf 13,2 bis 13,4 Prozent (4,7), die FDP auf 10,1 bis 10,5 (4,8), die Linke auf 8,9 (8,6) und die Grünen auf 9,2 bis 9,4 Prozent (8,4).  

    Die Union würde laut ZDF demnach 220 Sitze im neuen Bundestag bekommen. Die SPD erhält 137 Mandate. Die AfD liegt bei 87 Mandaten, die FDP bei 67. Die Linke würde 59 Sitze bekommen, die Grünen 61. 
  • Oppermann und Schwesig: Schulz soll Parteichef bleiben

    SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann und Parteivize Manuela Schwesig haben sich dafür ausgesprochen, dass SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz trotz des Absturzes der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl Parteichef bleiben soll. 2Er wird diesen Erneuerungsprozess jetzt fortsetzen2, sagte Oppermann am Sonntag nach den ersten Prognosen in der ARD. 2Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam." Familienministerin Schwesig sagte, Schulz habe einen engagierten Wahlkampf gemacht. Es sei wichtig, "dass wir jetzt auch gemeinsam diese Niederlage tragen". Schulz als Parteivorsitzender stehe nicht in Frage.
     
    Foto: Christian Charisius, dpa
     
  • Der Augsburger Oberbürgermeister und stellvertretende CSU-Vorsitzende Kurt Gribl sprach angesichts eines sich abzeichnenden Stimmenverlustes der CSU von zehn Prozent in Bayern von einer "Fallhöhe, die heftig ist und die größer ist als erwartet". Die Ursachen müsse man in Ruhe analysieren. "Es war sicher ein Bündel an Ursachen: Das Thema Flüchtlinge spielte eine Rolle, weil es ein Pol für die AfD war." Das habe möglicherweise auch die SPD zu spüren bekommen.
  • FDP und Grüne gesprächsbereit - Jamaika kein Automatismus

    Grüne und FDP sind nach der Bundestagswahl gesprächsbereit, was eine mögliche Koalition mit der Union angeht. Einen Automatismus für ein Jamaika-Bündnis gebe es aber nicht. FDP-Vize Wolfgang Kubicki sagte am Sonntagabend in der ARD: "Man kann uns nicht in eine Koalition hineinzwingen." Dies gelte ungeachtet der Tatsache, dass die SPD eine Fortsetzung der großen Koalition ablehne. 
     
    Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, seine Partei werde "sehr ernsthafte Gespräche" mit den anderen demokratischen Parteien führen. Das gute Abschneiden der AfD sei "bitter für alle Bürger". 
  • Die Bundestagswahl wurde vor allem in den sozialen Netzwerken emotional diskutiert - in den Augsburger Wahllokalen lief die Abstimmung ruhig ab. Es gab bis zur Schließung der Wahllokale um 18 Uhr keine Zwischenfälle, die der Polizei bekannt geworden sind, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Redaktion.
  • Gauland: AfD will als drittstärkste Partei "Merkel jagen"
     
    Nach ihrem voraussichtlichen Einzug als drittstärkste Kraft in den neuen Bundestag hat die AfD starken Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt. "Wir werden Frau Merkel jagen", sagte Spitzenkandidat Alexander Gauland am Sonntag in Berlin. Die Partei wolle sich "unser Land und unser Volk zurückholen". 
     
    Foto: Julian Stratenschulte, dpa
     
  • Hochrechnung: AfD zweitstärkste Partei im Osten
     
    Die AfD ist im Osten Deutschlands laut einer Hochrechnung zweistärkste Partei. Wie der MDR nach Infratest dimap (MDR) online berichtet, erreichte die AfD in den Ost-Ländern und dem Osten Berlins 21,5 Prozent der Stimmen. Wahlsieger ist auch im Osten die Union mit 26,5 Prozent, die Linke bekommt demnach 16,5 Prozent und die SPD 14,5 Prozent der Stimmen. Die FDP erreicht 8 Prozent der Stimmen, die Grünen 6 Prozent. 
  • Ein erster Trend für Augsburg. Rund 60 von 250 Wahlbezirken sind ausgezählt.

  • Bei den Zweitstimmen liegt die CSU klar vorn. Es sieht bislang aber auch hier nach kräftigen Einbußen aus. Die AfD liegt nur knapp hinter der SPD.

  • Seehofer will CSU trotz Desasters weiter führen 
     
    CSU-Chef Horst Seehofer will seine Partei trotz des voraussichtlich schlechtesten Bundestagswahlergebnisses seit 1949 weiter führen. "Ich bin dazu bereit", sagte Seehofer am Sonntagabend im BR Fernsehen. Angesichts der zu erwartenden innerparteilichen Angriffe forderte der Parteichef die CSU-Kollegen auf, "menschlich anständig" miteinander umzugehen. Die CSU wolle bis zur bayerischen Landtagswahl in einem Jahr Vertrauen zurückgewinnen. 

    Seehofer deutete an, die umstrittene Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge in Berliner Koalitionsverhandlungen einbringen zu wollen. Er sagte den Parteifreunden zu, dass die CSU alles tun und "keine falschen Kompromisse" eingehen werde, um den Bayernplan durchzusetzen. 
  • Schulz will nicht SPD-Fraktionschef werden
     
    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will nach der historischen Wahlniederlage zwar Parteichef bleiben, aber nicht Fraktionsvorsitzender im Bundestag werden. "Ich werde den Fraktionsvorsitz selbst nicht anstreben, sondern mich voll auf die Erneuerung der Partei konzentrieren", sagte er am Sonntag in einem ARD-Interview. 
  • Lindner wird FDP-Fraktionschef im Bundetag

    FDP-Chef Christian Lindner soll Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag werden. FDP-Vize Wolfgang Kubicki will ihn bei der konstituierenden Sitzung der Fraktion an diesem Montag vorschlagen, wie am Sonntagabend in FDP-Kreisen zu erfahren war. Lindner führte die FDP nach vier Jahren wieder zurück in den Bundestag. Die Liberalen lagen bei den ersten Hochrechnungen bei gut zehn Prozent der Stimmen. Nachdem die SPD eine Wiederauflage der großen Koalition ausgeschlossen hat ist jetzt eine sogenannte Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen am wahrscheinlichsten. Lindner sagte, die Liberalen wollten Verantwortung übernehmen.  
    Foto: Federico Gambarini, dpa
     
  • Merkel kündigt Gespräche über Regierungsbildung an 
     
    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ungeachtet der schweren Verluste bei der Bundestagswahl die Regierungsbildung für die Union beansprucht und entsprechende Gespräche angekündigt. Mit wem sie sprechen werde, ließ sie am Sonntag aber zunächst offen und sagte: "Wir haben einen Auftrag, Verantwortung zu übernehmen. Und das werden wir mit aller Kraft und auch in aller Ruhe in Gesprächen mit anderen Partnern dann ins Visier nehmen." 
     
    Den Einzug der AfD ins Parlament bezeichnete Merkel als große neue Aufgabe. Die Union werde das Ergebnis der AfD ausführlich analysieren. Denn die Union wolle die Wähler der AfD zurückgewinnen "durch Lösung von Problemen, durch Aufnehmen ihrer Sorgen, auch ihrer Ängste zum Teil, aber eben vor allen Dingen durch gute Politik", sagte Merkel unter großem Beifall ihrer Anhänger.
     
    Sie habe sich ein besseres Ergebnis erhofft, aber die Union habe ihre strategischen Ziele erreicht, sagte Merkel: Die CDU/CSU sei stärkste Kraft geworden, die Union habe den Auftrag zur Regierungsbildung und gegen die Union könne keine Regierung gebildet werden. Nun müssten die Weichen dafür gestellt werden, dass es Deutschland auch in fünf und zehn Jahren noch gut gehe. Es gehe darum, für wirtschaftlichen Wohlstand zu sorgen, die EU zusammenzuhalten, ein starkes Europa zu bauen, sowie illegale Migration und Fluchtursachen zu bekämpfen. 
     
    Foto: Pawel Kopczynski, dpa
     
  • Der Augsburger Direktkandidat der AfD, Markus Bayerbach, sagt, die "Fehler der Regierung in der Flüchtlings- und Eurorettungspolitik" hätten wohl viele Wähler dazu bewogen, seine Partei zu wählen. Das Ergebnis sei in etwa so, wie er es erwartet habe. Er erzielte nach aktuellem Stand rund 14 Prozent der Erststimmen in Augsburg. Im Bundestag wird er aber nicht sitzen, da er auf einen Listenplatz verzichtet hat.
  • Hochrechnungen: Freie Wähler holen 2,5 Prozent in Bayern

    Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat sich mit den ersten Hochrechnungen von 2,5 Prozent der Stimmen in Bayern bei der Bundestagswahl zufrieden gezeigt. "Das ist in einem Bereich, wo man zufrieden sein muss", sagte er am Sonntag in München. "Es war natürlich schwierig jetzt bei dieser polarisierten Situation, wo uns die Umfragen im Vorfeld immer unter fünf Prozent gesehen haben, die Wähler zu mobilisieren." Viele hätten Angst gehabt, ihre Stimme zu verschenken. "Ganz oben, in der großen Wahrnehmung auf Bundesebene, sind wir eben nicht dabei."? 
  • Video: Demo gegen die AfD-Wahlparty in Berlin

    Augsburger AllgemeineDemonstranten protestieren in Berlin vor einem Hochhaus gegen die Wahlparty der Partei Alternative für Deutschland (AfD), die in einem Club im unteren Teil des Gebäudes stattfindet.
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