Bundestagswahl 2017

Bundestagswahl 2017

Der Liveticker nach der Bundestagswahl 2017. Hier bekommen Sie alle News, Reaktionen und Ergebnisse.

  • Volker Ullrich von der CSU bleibt der direkt gewählte Abgeordnete für den Wahlkreis Augsburg-Königsbrunn. Nach aktuellem Stand muss er aber auch rund zehn Prozentpunkte Verlust hinnehmen. Auf Rang zwei liegt nach Auszählung von rund 200 von 250 Stimmbezirken Ulrike Bahr (SPD) mit rund 20 Prozent. Markus Bayerbach (AfD) liefert sich um Platz drei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Claudia Roth (Grüne), die ihr persönliches Ergebnis im Vergleich zu 2013 wohl verbessern kann.
  • "Epochales Ergebnis": Walter Roller, Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, mit einer ersten Einschätzung zur Bundestagswahl.
     
  • Volker Ullrich gewinnt trotz deutlicher Verluste für die CSU

    Augsburger AllgemeineVolker Ullrich bleibt der direkt gewählte Abgeordnete für den Wahlkreis Augsburg-Königsbrunn. Nach aktuellem Stand muss er aber auch rund zehn Prozentpunkte Verlust hinnehmen.
  • Rechtspopulisten in Europa gratulieren AfD

    Europas Rechtspopulisten haben der AfD zu ihrem starken Abschneiden bei der Bundestagswahl gratuliert. "Bravo für unsere Verbündeten von der AfD für ihr historisches Ergebnis", teilte die Vorsitzende des französischen Front National, Marine Le Pen, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Und Geert Wilders, Chef der niederländischen rechtspopulistischen Partei PVV, schrieb: "Gratuliere @FraukePetry und @AfD!!". Die AfD zieht den Hochrechnungen zufolge mit rund 13 Prozent als drittstärkste Kraft ins künftige Parlament ein. 
     
  • Merkel: Sehe Minderheitsregierung nicht

    Angela Merkel hat Spekulationen über eine mögliche Minderheitsregierung der Union zurückgewiesen. "Ich sehe das nicht. Ich habe die Absicht, dass wir zu einer stabilen Regierung in Deutschland kommen", sagte Merkel am Sonntag in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF. Eine stabile Regierung sei bisher ein Kennzeichen der Bundesrepublik gewesen. Deutschland habe immerhin "verdammt viele Zukunftsaufgaben zu lösen".
     
    Die Union werde Gespräche über eine Regierungsbildung führen, betonte Merkel. Dies habe sie auch mit CSU-Chef Horst Seehofer besprochen. Einen Zeitpunkt für den Beginn solcher Gespräche nannte sie nicht. Merkel betonte, rechnerisch gebe es nach dem Wahlsonntag zwei Möglichkeiten zur Regierungsbildung: die Fortsetzung der großen Koalition oder ein Jamaika-Bündnis mit FDP und Grünen. Sie habe aber zur Kenntnis genommen, dass SPD-Chef Martin Schulz "offensichtlich für Gespräche nicht zur Verfügung steht". Die große Koalition sei aber bis zur Wahl eines neuen Bundestagspräsidenten im Amt und anschließend noch geschäftsführend bis zur Vereidigung einer neuen Regierung. 
  • Hunderte demonstrieren in Großstädten gegen die AfD

    Augsburger AllgemeineDer Einzug der AfD in den Bundestag hat hunderte Menschen auf die Straße gebracht. In Berlin, Frankfurt und Köln demonstrierten sie weitgehend friedlich gegen die Partei.
  • Dobrindt verliert in seinem Wahlkreis fast zehn Prozentpunkte
     
    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat in seinem oberbayerischen Wahlkreis Weilheim zwar das Direktmandat gewonnen - aber deutlich an Zustimmung eingebüßt. Er verlor bei den Erststimmen 9,5 Prozentpunkte und landete nach dem vorläufigen Endergebnis vom Sonntagabend bei 47,9 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte er 57,4 Prozent erreicht. Bei den Zweitstimmen verloren die Christsozialen in dem Wahlkreis noch stärker an Zustimmung. Sie landeten bei 42,9 Prozent, ein Verlust von 9,9 Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013. 
  • Union verliert 1,1 Millionen Wähler an die AfD
     
    Die Union hat bei der Bundestagswahl vor allem an FDP und AfD Stimmen abgegeben: Sie verlor nach einer Analyse des Instituts Infratest dimap rund 1,3 Millionen Wähler an FDP und rund 1,1 Millionen an die AfD. Die SPD gab mit 500.000 die meisten Stimmen an die AfD ab, dicht gefolgt von Wanderungen zur FDP (430.000), den Grünen (400.000) und der Linken (380.000).
     
    Zu den Grünen wanderten 400.000 frühere SPD-Wähler. Die meisten Stimmen abgeben musste die Partei an die Linke (140.000) und die FDP (110.000). Die FDP erhielt außer den Stimmen früherer CDU/CSU-Wähler 430.000 von der SPD, 110.000 von den Grünen und 70.000 von den Linken.
  • Bundesentwicklungsminister Müller büßt im Oberallgäu kräftig ein

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat im Oberallgäu trotz starker Verluste erneut mit absoluter Mehrheit das Bundestags-Direktmandat gewonnen. Der 62-Jährige kam am Sonntag auf 50,4 Prozent der Erststimmen, etwas mehr als 10 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren.
     
    Ähnlich hoch sind die Verluste der CSU insgesamt. Müller äußerte sich kritisch über das Gesamtergebnis der Christsozialen. "Das ist eine saubere Klatsche", sagte er dem Bayerischen Rundfunk in Kempten. Die CSU müsse darauf reagieren. Bei der Landtagswahl im kommenden Jahr müsse seine Partei um die Wähler kämpfen, die nach rechts abgedriftet oder zuhause geblieben seien. 
     
    Foto: Ralf Lienert
     
     
     
  • Diese Politiker aus der Region wurden direkt gewählt

    Augsburger AllgemeineDie Bundestagswahl 2017 ist vorbei und die neuen Abgeordneten dürfen in den Bundestag einziehen. Unsere Bildergalerie zeigt, welche Politiker aus der Region direkt gewählt wurden.
  • Falsches Ergebnis: Kurioser Wahlpatzer im Kempten
     
    Die AfD erreicht in Kempten nur 0,7 Prozent – kann das sein? Was wie ein außergewöhnlicher Ausreißer aussah, war eine kuriose Panne. Die im Internet veröffentlichte Schnellmeldung des Ergebnisses, die Beobachter am Wahlabend stutzen ließ, stammte nicht von der diesjährigen Bundestagswahl. Der zuständige Wahlleiter veröffentlichte statt dessen versehentlich das Ergebnis von 2013. Nach einem Hinweis unserer Zeitung verschwand das veraltete Ergebnis von der Seite. Wenige Minuten später waren die korrekten Zahlen auf der offiziellen Seite eingestellt – es waren die vorletzten in Schwaben. Nur die Ergebnisse aus Augsburg ließen länger auf sich warten. 
  • AfD gewinnt Bundestagswahl in Sachsen
     
    Die AfD hat die Bundestagswahl in Sachsen gewonnen. Wie die Landeswahlleitung in der Nacht mitteilte, wurde die rechtspopulistische Partei mit 27,0 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von 0,1 Prozentpunkten vor der CDU hauchdünn stärkste Kraft in dem Bundesland. 
     
    Der große Erfolg der AfD im Osten geht für den Leipziger Politikwissenschaftler Hendrik Träger auch auf die geringe Treue der Wähler zu den etablierten Parteien zurück. "Die Wähler sind hier eher zum Wechsel bereit. Starke Parteiloyalitäten, wie wir sie lange aus dem Westen kennen, hat es hier im Osten nach dem Mauerfall nie gegeben", sagte Träger nach der Bundestagswahl am Sonntag. "In den neuen Ländern sind die Bürger eher bereit, auch mal Extreme zu wählen."
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    CSU nach Auszählung aller Wahlkreise bei 38,8 Prozent
     
    Die CSU ist unter Parteichef Horst Seehofer auf ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1949 abgestürzt. Nach Auszählung aller 46 Wahlkreise in Bayern erreichte die CSU nur noch 38,8 Prozent. Das bedeutet ein dramatisches Minus von mehr als zehn Prozentpunkten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 (49,3 Prozent). Die CSU gewann aber alle 46 Direktmandate im Freistaat. 
     
    Die SPD fuhr in Bayern mit 15,3 Prozent ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg ein (2013: 20,0). Auf dem dritten Platz landete die AfD mit 12,4 Prozent (4,3). Die FDP legte von 5,1 Prozent auf 10,2 Prozent zu, die Grünen verbesserten sich von 8,4 auf 9,8 Prozent, die Linke von 3,8 auf 6,1 Prozent. 
     
    Die Wahlbeteiligung lag im Freistaat mit 78,2 Prozent deutlich über der von 2013 (70,0 Prozent). 
     
    Foto: Peter Kneffel
  • Vorläufiges Endergebnis steht fest
     
    Das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl hatte sich in der Nacht immer weiter verzögert. Zwar waren bis um 3.40 Uhr alle 299 Wahlkreise ausgezählt, die Berechnung der genauen Sitzverteilung erwies sich aber als schwierig. Nun steht das Ergebnis fest:
     
    CDU/CSU: 33 Prozent
    SPD: 20,5 Prozent
    AfD: 12,6 Prozent
    FDP: 10,7 Prozent
    Linke: 9,2 Prozent
    Grüne: 8,9 Prozent
     
    Rechnerisch ist damit außer einer erneuten großen Koalition nur ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP möglich. Die SPD kündigte allerdings bereits an, sie wolle in die Opposition gehen.
     
    Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 Prozent.
  • Es ist der größte Bundestag aller Zeiten
     
    Der neue Bundestag ist mit 709 Abgeordneten aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten der größte aller Zeiten. Bislang gehörten dem Parlament 630 Abgeordnete an. 
     
    Die Union erhält im neuen Bundestag demnach 246 Sitze, die SPD erhält 153 Mandate. Es folgen die AfD mit 94 Sitzen, die FDP mit 80 Mandaten, die Grünen mit 67 und die Linke mit 69 Sitzen.

    Den bislang größten Bundestag gab es 1994 mit 672 Abgeordneten. Ohne Überhang und Ausgleichsmandate hätte der Bundestag eigentlich nur 598 Sitze, je zur Hälfte Direkt- und Listenmandate.
  • CSU-Spitzenkandidat Herrmann erhält kein Mandat im Bundestag
     
    CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann kommt nicht in den nächsten Bundestag. Der bayerische Innenminister stand zwar auf Platz eins der CSU-Liste für die Bundestagswahl am Sonntag, trat jedoch nicht als Direktkandidat an. Er wurde gewissermaßen zu einem Opfer des CSU-Erfolgs, den die Christsozialen trotz ihres Absturzes bei der Wahl doch noch feiern konnten: Sie holten in allen 46 Wahlkreisen in Bayern jeweils das Direktmandat. Nach Angaben des Bundeswahlleiters vom frühen Montagmorgen blieb es aber bei diesen 46 Mandaten.
     
    Die Liste zog also nicht mehr - und damit ging Herrmann leer aus. Minister in einem neuen Bundeskabinett könnte er aber auch ohne Mandat werden. Herrmann strebt in der neuen Bundesregierung das Amt des Bundesinnenministers an, das derzeit in der Hand von Thomas de Maizière (CDU) ist. 
     
    Foto: Sven Hoppe, dpa (Archiv)
     
  • Analyse: Stabile Verhältnisse im Bundestag? Das war einmal!

    Union und SPD gedemütigt, die Kanzlerin geschwächt, die AfD zweistellig: In unserer Analyse lesen Sie, warum Deutschland nach dieser Bundestagswahl vermutlich eine Regierung bekommt, die so keiner will.
  • 108 Abgeordnete aus Bayern im neuen Bundestag
     
    Im neuen Bundestag sitzen 108 Abgeordnete aus Bayern. Nach dem vorläufigen Endergebnis ist die CSU mit 46 Direktkandidaten im Parlament vertreten - alle haben ihre Wahlkreise direkt gewonnen.

    Die bayerische SPD ist mit 18 Abgeordneten im neuen Bundestag vertreten, die Grünen schicken 11 Abgeordnete, die FDP 12, die AfD 14 und die Linke 7. Gereicht hat es damit unter anderem auch für die ehemalige Grünen-Landtagsfraktionschefin Margarete Bause (Grüne). 
  • Petry geht nicht in AfD-Fraktion 
     
    Abspaltung statt Versöhnung: AfD-Parteichefin Frauke Petry wird der Fraktion ihrer Partei im Bundestag nicht angehören, sondern als Einzelabgeordnete ins Parlament gehen. Petry begründete ihren Schritt am Montag damit, dass sie "Realpolitik" mit dem Ziel einer Regierungsübernahme 2021 machen möchte. Eine "anarchische Partei", die Parteivize Alexander Gauland wolle, lege die AfD dagegen auf die Oppositionsrolle fest. Petry hatte in ihrem Wahlkreis in Sachsen ein Direktmandat errungen.

    Sie habe nach langer Überlegung entschieden, dass sie "der AfD-Fraktion im neuen Bundestag nicht angehören werde", sagte Petry in einer Pressekonferenz mit ihrem Ko-Vorsitzenden Jörg Meuthen sowie den Spitzenkandidaten Gauland und Alice Weidel. "Ich werde jetzt diesen Raum verlassen." In einem kurzen Statement hatte Petry zuvor auf den seit Monaten tobenden Machtkampf in der AfD-Spitze verwiesen.

    Ihre Entscheidung hatte Petry nicht mit den drei anderen Führungsmitgliedern abgesprochen. Meuthen reagierte verdutzt über die "gerade geplatzte Bombe, von der ich auch keine Kenntnis hatte". Etwas später fügte er abseits der Mikrofone hinzu: "Reisende soll man nicht aufhalten."

    Gauland sagte mit Blick auf die Möglichkeit, dass eine zweite AfD-Fraktion entsteht: "Ich sehe nicht, dass Abgeordnete ihr folgen werden." Der AfD-Vize wiederholte seine am Wahlabend gemachte Beschreibung, die Partei sei ein "gäriger Haufen". Mit Blick auf Petry fügte er hinzu: "Jetzt ist halt jemand obergärig geworden, das passiert."
     
    Foto: Julian Stratenschulte, dpa
     
  • CSU-Chef Seehofer will keine persönlichen Konsequenzen aus Wahlergebnis ziehen
     
    CSU-Chef Horst Seehofer will keine persönlichen Konsequenzen aus der historischen Wahlniederlage seiner Partei bei der Bundestagswahl ziehen. "Wenn jemand das anders will, dann soll er das sagen", sagte Seehofer am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. Führende Christsoziale riefen dort demonstrativ zur Geschlossenheit auf. Die stellvertretende Parteichefin Barbara Stamm etwa sagte, sie warne dringend vor einer Personaldebatte.

    Seehofer kündigte für die Christsozialen künftig einen "klaren Kurs Mitte-rechts" an. "Wir haben eine tiefe Spaltung des Landes - unser Ziel ist, diese Spaltung zu überwinden" , sagte er.
       
  • Schulz schlägt Nahles für Fraktionsvorsitz vor

    SPD-Chef Martin Schulz hat die amtierende Arbeitsministerin Andrea Nahles als künftige Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion vorgeschlagen. Das sagte Schulz am Montag in einer Sitzung der Parteispitze in Berlin.
  • Seehofer stellt Fraktionsgemeinschaft mit CDU zur Debatte
     
    CSU-Chef Horst Seehofer hat im Parteivorstand die traditionelle Fraktionsgemeinschaft mit der CDU zur Debatte gestellt. Laut Teilnehmern möchte er den CSU-Vorstand nach einer offenen Debatte über den künftigen Umgang mit der Schwesterpartei abstimmen lassen. Horst Seehofer sagte aber auch, dass er persönlich dagegen sein, die Fraktionsgemeinschaft aufzugeben.

    Bisher ist geplant, dass die neu gewählten Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU am Dienstagnachmittag zusammen kommen und in ihrer ersten Sitzung auch über die Fortsetzung der bisherigen Fraktionsgemeinschaft der Schwesterparteien beraten.
    Sven Hoppe, dpa (Archiv)
     
  • CSU hält an Fraktionsgemeinschaft mit CDU fest

    Die CSU hält an der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag fest. Das hat der Parteivorstand am Montag ohne Gegenstimme beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Teilnehmerkreisen in München erfuhr. Parteichef Horst Seehofer hatte in der Sitzung betont, er halte es nicht für den richtigen Weg, die Fraktionsgemeinschaft aufzukündigen. 

    Zugleich legte sich die CSU-Spitze darauf fest, erst in Sondierungsgespräche mit möglichen Koalitionspartnern einzutreten, wenn der künftige Kurs der Union mit der Schwesterpartei CDU geklärt ist. Die zentralen politischen Punkte müssten geklärt werden, bevor man in eine Sondierung mit anderen eintrete, hieß es. Dabei gehe es aber um viel mehr als die CSU-Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge.
  • Alice Weidel: Frauke Petry sollte die AfD verlassen
     
    Die AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, hat Parteichefin Frauke Petry aufgefordert, die AfD zu verlassen. Weidel sagte am Montag in Berlin: "Nach dem jüngsten Eklat von Frauke Petry, der an Verantwortungslosigkeit kaum zu überbieten war, fordere ich sie hiermit auf, ihren Sprecherposten niederzulegen und die Partei zu verlassen, um nicht weiteren Schaden zu verursachen."
      
    Petry hatte zuvor angekündigt, sie wolle nicht Teil der AfD-Fraktion werden, sondern dem Bundestag vorerst als fraktionslose Abgeordnete angehören. Der zweite Spitzenkandidat, Alexander Gauland, kündigte an, er wolle die Fraktion gemeinsam mit Weidel führen.
    Sebastian Gollnow, dpa (Archiv)
     
  • Martin Schulz lässt Angela Merkel abblitzen
     
    SPD-Chef Martin Schulz hat auch nach dem Gesprächsangebot von Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigt, dass seine Partei kein Regierungsbündnis mit der Union eingehen werde. "Die SPD wird in keine große Koalition eintreten", sagte er am Montag in Berlin. CDU-Chefin Merkel hatte zuvor gesagt, sie wolle mit FDP und Grünen, aber auch mit der SPD über eine Regierungsbildung reden. 
     
    Schulz sagte dazu: "Also wenn die mich anrufen will, soll sie mich anrufen. Aber ich glaube, nach der sogenannten Elefantenrunde gestern weiß sie, dass sie möglicherweise ihre Zeit besser nutzt und andere anruft." In der "Berliner Runde" von ARD und ZDF war Schulz am Sonntagabend direkt auf Merkel getroffen und hatte ihr unmissverständlich klar gemacht, dass die SPD nach ihrer historischen Wahlschlappe in die Opposition gehen wolle. 
  • CSU bereit für Gespräche über Regierungsbildung - neuer Posten für Dobrindt?
     
    Die CSU ist nach Worten von Parteichef Horst Seehofer bereit für Gespräche über eine Regierungsbildung, will aber vorher einen gemeinsamen Kurs mit der Schwesterpartei CDU abstimmen. Es sei richtig, dass die Kanzlerin nacheinander alle denkbaren Partner einladen wolle, sagte Seehofer am Montag in München nach einer CSU-Vorstandssitzung. Man müsse dies aber innerhalb der Union "so vorbereiten, dass wir eine gemeinsame Linie haben". 

    Währenddessen soll der amtierende Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nach Ansicht von Seehofer der neue Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag werden. "Ich werde Dobrindt morgen als Landesgruppenchef vorschlagen", sagte Seehofer am Montag nach einer Sitzung des Parteivorstandes in München.
    Andreas Gebert, dpa (Archiv)
     
  • Lindner zum Chef der FDP-Fraktion gewählt
     
    Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist bei der ersten Sitzung der neuen liberalen Bundestagsfraktion zu deren Chef gewählt worden. Lindner bekam 100 Prozent der Stimmen. Er ist auf Vorschlag von Parteivize Wolfgang Kubicki gewählt worden, wie die FDP mitteilte.
     
    Erster Parlamentarischer Geschäftsführer ist Marco Buschmann, weitere Parlamentarische Geschäftsführer sind Stefan Ruppert und Florian Toncar. Die FDP stellt 80 Abgeordnete im neuen Bundestag. Lindner führte die FDP nach vier Jahren wieder zurück in den Bundestag. Die Liberalen bekamen 10,7 Prozent der Stimmen. 
  • Horst Seehofer sieht sich nicht als "Dead Man Walking"
     
    Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Seehofer hat das schlechteste Bundestagswahlergebnis der CSU seit 1949 als Parteivorsitzender zu verantworten - und eines der schlechtesten Resultate in der CSU-Geschichte überhaupt. Dafür hatte es nach der Bundestagswahl Kritik auch aus den eigenen Reihen gegeben. Auch über ein Ende Seehofers als Partei-Chef wurde spekuliert.
     
    Doch dem schob er auf der Vorstandssitzung einen Riegel vor. "Ich fühle mich jetzt nicht als Dead Man Walking", sagte er. Im Gegenteil: "Ich fühle mich eigentlich pudelwohl, sauwohl, möchte ich fast sagen. Das kommt bei mir immer so: Wenn's etwas spannender wird, steigert sich meine Befindlichkeit noch zum Positiven."
  • Attacken auf Wohnung und Auto von AfD-Politikern in Bremen 
     
    Nach dem Wahlerfolg der AfD sind in Bremen Auto und Wohnung von zwei Politikern der Partei attackiert worden. Verletzte gab es nicht, wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte. In der Nacht zuvor hatten demnach Unbekannte Steine durch die Küchen- und Badezimmerfenster einer 55-jährigen geworfen und etwa 1000 Euro Sachschaden verursacht. Einem 27-jährigen Parteikollegen wurden Autofenster eingeschlagen, Reifen zerstochen und das Fahrzeug mit Lack besprüht. Der Schaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt. 
  • Trump hat Merkel noch nicht zum Wahlsieg gratuliert 
     
    Am Tag nach der Bundestagswahl hat US-Präsident Donald Trump nach Auskunft seiner Sprecherin Kanzlerin Angela Merkel noch nicht zu ihrem Wahlsieg gratuliert. Gefragt, ob diese lange Frist nach dem Ergebnis vom Sonntag einen besonderen Grund habe, sagte Sarah Sanders am Montagnachmittag (Ortszeit): "Nein."
    Trump und Merkel hätten am Freitag telefoniert. Man arbeite nun an der Logistik für einen zweiten Anruf. 
    Evan Vucci, dpa
  • Liebe Leser,

    die Bundestagswahl 2017 ist vorbei, die Nachrichtenlage zur Wahl beruhigt sich und wir stellen unseren Ticker ein. Wir bedanken uns fürs fleißige Mitlesen!

    Alle weiteren Neuigkeiten gibt es wie gewohnt auf der Homepage der Augsburger Allgemeinen.

    Viele Grüße
    Ihre Online-Redaktion 
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